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Politik

Neuer Präsident Mauricio Macri: Zum Dialog verdammt

Mauricio Macri von der Mitte-Rechts-Allianz Cambiemos hat die Präsidentschaftswahl knapp in der zweiten Runde für sich entschieden. Damit gehen 12 Jahre "Kirchnerismo" zu Ende. Unsere Analyse.

Stichwahl 2015: Endergebnis

Das Endergebnis der Stichwahl der Präsidentschaftswahl 2015 in Argentinien, nach Auszählung von aller Stimmurnen, wurde am 30. November veröffentlicht und lautet:

  • Mauricio Macri / Gabriela Michetti: 51,34 % (12.988.349 Stimmen)
  • Daniel Scioli / Carlos Zannini: 48,66 % (12.309.575 Stimmen)

Mit Ausnahme der Wahl 2003 - einem Sonderfall, da die Stichwahl nicht zustande kam - ist dies das bei weitem knappste Ergebnis einer Präsidentschaftswahl in Argentiniens Geschichte.

Stichwahl-Blog: News & Ergebnisse

Die erste Stichwahl seit der Einführung der Direktwahl des Präsidenten 1994 ist vorbei. Der neue Präsident Argentiniens heißt Mauricio Macri. Er wird sein Amt am 10. Dezember 2015 antreten.

Am 25. Oktober in der ersten Runde war es es keinem Kandidaten gelungen, die Wahl zu entscheiden. Stattdessen lagen Daniel Scioli (37,08 Prozent) und Mauricio Macri (34,15 Prozent) eng beieinander. Umfragen hatten Macri vorne gesehen, zum Teil mit deutlichem Abstand. Das vorläufige Ergebnis war mit 51,6 zu 48,4 Prozent knapper als erwartet.

Präsidentschaftswahl 2015: Alles Wichtige zur Stichwahl

Erstmals in der argentinischen Geschichte kommt es am 22. November zu einer Stichwahl ("Ballotage") um das Präsidentenamt. Im ersten Wahlgang am 25. Oktober schaffte der Kandidat der regierungsnahen Allianz Frente para la Victoria Daniel Scioli nur drei Prozentpunkte Vorsprung auf seinen stärksten Herausforderer Mauricio Macri von der Mitte-Rechts-Partei Pro, der auch von der traditionsreichen Volkspartei UCR unterstützt wird.

Präsidentschaftswahl 2015: Erste Runde

Das endgültige Resultat der ersten Runde Präsidentschafts- und Kongresswahl wurde am 3. November veröffentlicht. Es ändert die Stimmanteile der Vorauszählung nur unwesentlich. Scioli gewann minimal hinzu, da in der Vorauszählung ein Fünftel der kirchneristisch dominierten Provinz Formosa noch nicht ausgezählt war.

Der neue Kongress: Fragmentiert und ohne klare Mehrheiten

Die Kongresswahl hat bisher fast weitgehendere Auswirkungen als die medial dominante Präsidentschaftswahl, die schließlich noch keine Entscheidung brachte. Es gibt nun in der Abgeordnetenkammer keinen Block mehr mit einer klaren Mehrheit. Im Senat dagegen konnten die Kirchneristen ihre Position sogar ausbauen.

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